
2011: AUS DER LEIBEIGENSCHAFT IN EIN FREIES LEBEN -
DeWAG FÖRDERT EIN PROJEKT ZUR BEENDIGUNG VON KINDERARBEIT
Kinderarbeit ist in Nepal seit dem Jahr 2000 offiziell verboten. Dennoch gehört die Ausbeutung vieler Mädchen der Tharu - einer Ethnie im Südwesten des Landes - zum Alltag.
Viele Tharu-Familien sind so arm, dass sie sich gezwungen sehen, Ihre Töchter zu verkaufen. Diese sollen bei reichen Familien in den Ballungszentren als Kamalari (hart arbeitende Frauen) ihre Jugend bestreiten. Ein 14- bis 16-Stundentag ist keine Seltenheit. Häufig verlieren die Mädchen den Kontakt zur eigenen Familie und sind, insbesondere in den größeren Städten, sexueller Ausbeutung schutzlos ausgesetzt.
Im Rahmen eines Entwicklungsprogrammes sorgt das Kinderhilfswerk Plan für die notwendige Aufklärung. Sie entwickeln Medienkampagnen, gründen Kinderschutzkomitees und werben an lokalen und nationalen Stellen für die Abschaffung der Kamalari-Praxis. Sie überzeugen Eltern von Kamalari-Mädchen, die unmenschlichen Verträge nicht weiter zu verlängern oder vorzeitig abzubrechen.
Seit Anfang 2006 konnte Plan mehr als 1.700 Mädchen in ihre Heimatdörfer im Distrikt Dang zurückholen. In Dang gilt die Kamalari-Praxis mittlerweile als abgeschafft.
Daher hat Plan seine Arbeit auf die benachbarten Distrikte Kailali und Kanchanpur ausgeweitet. Dort gibt es noch über 4.000 Mädchen, die dringend Hilfe benötigen.
Die DeWAG wird dieses Projekt finanziell unterstützen.