Immobilien - ABC

Gemeinschaftseigentum

Zum Gemeinschaftseigentum gehören neben dem Grundstück im Wesentlichen die Teile eines Gebäudes, die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind. Auch Anlagen und Einrichtungen gehören zum Gemeinschaftseigentum, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch aller Wohnungseigentümer dienen, wie z. B.:

  • alle tragenden Bauteile
  • die Grund- und Außenmauern
  • das Dach
  • das Treppenhaus
  • alle Räume, die nicht zu einer bestimmten Wohnung gehören (z. B. Waschküchen, Fahrradabstellräume)
  • etwaige Kinderspielplätze
  • die Außenanlagen
Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das in den meisten Bundesländern beim jeweiligen Amtsgericht geführt wird. In Baden-Württemberg sind die Grundbücher bei den Bezirksnotaren sprich bei den Gemeinden angesiedelt. Es gibt Auskunft über Grundstücke und Rechte an Grundstücken. Jedes Grundstück erhält ein eigenes Grundbuchblatt, in dem die wichtigsten Daten des Grundstücks aufgelistet werden. Das Grundbuch ist aufgeteilt in:

  • Bestandsverzeichnis: Enthält alle katasteramtlichen Bezeichnungen  (Gemarkung, Flurnummer, Größe, Nutzungsart, Flurstücknummer).
  • Abteilung I: Enthält Eigentumsverhältnisse und Erwerbsart (Kauf, Erbfolge, Versteigerung).
  • Abteilung II: Dingliche Belastungen wie Dienstbarkeiten, Reallasten, Vormerkungen, Nießbrauch werden hier vermerkt.

Das Wohnungseigentum wird im Grundbuch des Amtsgerichts eingetragen und erhält, wie jedes andere Grundeigentum, ein eigenes Grundbuchblatt. Im Wohnungsgrundbuch wird der Käufer nach Erwerb der Wohnung als Eigentümer eingetragen.

Grunddienstbarkeit

Geh- und Fahrtrechte, Wegerechte oder Leitungsrechte sind typische Rechte, die Dritte an einem Grundstück haben können. Diese so genannten Grunddienstleistungen sind in der Abteilung II im Grundbuch eingetragen.

Grunderwerbsteuer

Derzeit beträgt die Grunderwerbsteuer für ein Grundstück zwischen 3,5 % und 5 % des beurkundeten Kaufpreises. Die Grunderwerbsteuer wird auf bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen erhoben. Die Steuerpflicht gegenüber dem Finanzamt entsteht für den Käufer, sobald der Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Sobald die Grunderwerbsteuer bezahlt ist, stellt das Finanzamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Grundbuchamt aus. Diese ist eine Voraussetzung für die Eigentumsumschreibung des Grundbuchs.

Grundpfandrechte

Um ein Darlehen abzusichern, kann ein Sicherungsrecht an einem Grundstück eingeräumt werden, das so genannte Grundpfandrecht. Grundschulden, Hypotheken und Rentenschulden sind solche Grundpfandrechte. Sie werden unter Angabe der Höhe des Geldbetrags und des Gläubigernamens ins Grundbuch eingetragen.

Grundschuld

Mit einer Grundschuld wird ein Grundstück belastet, um dadurch ein Darlehen abzusichern. Die Grundschuld gehört zu den Grundpfandrechten, sie wird in der Abteilung III des Grundbuchs eingetragen. Derjenige, zu dessen Gunsten das Grundstück belastet ist, hat Anrecht auf eine bestimmte Geldsumme, die aus dem Grundstück zu zahlen ist. Die Grundschuld bleibt im Gegensatz zur Hypothek unverändert stehen, auch wenn das Darlehen zurück bezahlt wurde. Eine Löschung muss durch den Grundstückseigner beantragt werden, oder er kann die Grundschuld als Sicherheit für ein neues Darlehen verwenden.

Grundsteuer

Die Grundsteuer wird vierteljährlich von der Gemeinde erhoben, zu der das Grundstück gehört. Maßgeblich für die Besteuerung sind der Einheitswert, der Hebesatz und die Steuermesszahl.

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