Immobilien - ABC

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung bestätigt, dass eine Wohnung als eigenständige und in sich abgeschlossene Einheit funktioniert. Dazu muss sie durch Trennwände und Decken von anderen Wohnungen getrennt sein und einen eigenen Zugang von außen besitzen. Sie muss außerdem mindestens eine Küche oder Kochnische, ein WC und ein Bad enthalten. Auch Speicher- oder Kellerräume sowie markierte Garagenplätze können zu einer abgeschlossenen Wohneinheit gehören. Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird von der Bauaufsichtsbehörde ausgestellt. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Gebäude in Wohnungseigentum beziehungsweise Teileigentum aufgeteilt werden kann. Nur mit einer Abgeschlossenheitsbescheinigung können Miteigentümer ins Grundbuch eingetragen werden. Sie ist außerdem zwingend erforderlich, um so genanntes Sondereigentum zu begründen.

Auflassung

Zur Übereignung von Grundstücken ist eine Einigung zwischen Käufer und Verkäufer notwendig. Damit diese so genannte Auflassung rechtlich gültig ist, muss die Erklärung von beiden Parteien gemeinsam bei einem Notar abgegeben werden. Damit der Eigentumswechsel schließlich vollzogen werden kann, muss die Rechtsänderung in das Grundbuch eingetragen werden. Im Normalfall wird die Auflassung bei der Beurkundung des Kaufvertrags erklärt. Durch eine Auflassungsvormerkung kann die Auflassung gesichert werden.

Auflassungsvormerkung

Zwischen der Bezahlung des Kaufpreises und der Eintragung ins Grundbuch kann einige Zeit vergehen. Die Auflassungsvormerkung wird vorgenommen, um auch in dieser Übergangszeit die Rechte des Käufers zu wahren. Mit dieser Vormerkung, im Grundbuch vermerkt, wird der Anspruch des Käufers auf die Eigentumsübertragung des Grundstücks gesichert. Jede Verfügung, die nach der Eintragung der Vormerkung getroffen wird, ist unwirksam, wenn sie den Anspruch auf Eigentumsüberschreibung beeinträchtigen würde. Durch die Vormerkung ist damit zum Beispiel ausgeschlossen, dass das Grundstück ein zweites Mal verkauft oder dass es zusätzlich belastet wird. Die Auflassungs- vormerkung ist damit eine kostengünstige Rückversicherung, dass das Grundstück dem Käufer auch wirklich rechtlich übertragen wird.

Aufteilungsplan

Ein Aufteilungsplan ist neben der Abgeschlossenheitsbescheinigung die Voraussetzung für die Begründung von Wohnungseigentum. Es handelt sich dabei um eine behördlich bestätigte Bauzeichnung, in der sowohl das Sondereigentum als auch das Gemeinschaftseigentum ausgewiesen sind. Die Sondereigentumseinheiten werden dabei in aufsteigender Nummernfolge bezeichnet. Diese Nummern sind die Bezugsgrundlage für die Bestimmung des Sondereigentums in der Teilungserklärung. Der Aufteilungsplan ist Bestandteil der Grundakte und gehört zur Teilungs- erklärung bzw. zur Urkunde über die vertragliche Einräumung von Sondereigentum.